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Reviews

Heike Eickhof Westfälische Nachrichten 04.01.06


Helmut Oehring nutzte sie gleich am Anfang sehr treffsicher in seinem uraufgeführten Werk „Im Dickicht der Zeichen“. Sein Ensemble „Wire-Works“ wagte sich in unverbrauchte Ausdrucksdimensionen vor mittels einer Gebärdensprache, die zur künstlerischen Chiffre erhoben wurde. Wie kaum sonst jemand ist der aus Köln stammende Komponist dafür prädestiniert, denn die Gebährden seiner taubstummen eigenen Eltern waren seine primäre Sozialisationsinstanz.

NMZ 02/05


Lauter Lärm und lyrische Lieder “WireWorks” mit Neuer Musik im Landesmuseum

Kabel laufen durch den Raum, dezent verteilte Lautsprecher sorgen für einen perfekten Raumklang rundum. Ein wenig abseits sitzt Georg Hajdu und steuert per Computer die verzwickte aber absturzfreie Elektronik; vorne sitzen und stehen die Musiker. spielen virtuos ihre verkabelten Instrumente. Das Ensemble für Neue Musik “WireWorks” war am Samstag mit “Electric!” im Landesmuseum zu Gast. Die Programmheftchen reichten nicht aus, denn der Zuspruch der Zuhörer war beachtlich. Von lyrisch bis laut reichte das Programm, das fast ausschließlich aus deutschen Erstaufführungen und einer Uraufführung bestand. Wunderbar, wie Mezzosopranistin Annette Kleine in der Uraufführung von “Zwischen Zwei” Von Peter Michael Hamel Texte aus dem tibetanischen Totenbuch sang. Die Altflöte (Carin Levine) begleitete sie sanft. Ein paar Gongschläge fügten tibetanisches Kolorit dazu, Harfe und Flügel schufen die dichte aber unaufdringliche Klangbasis. Dirigent Mark Rohde sorgte für den sicheren Fluss der Musik, die Elektronik für feine Echoeffekte der Gesangsstimme - eine Extraklasse! Dieses expressive Stück gehört in den Kontext des Musiktheaterprojekts “Abschied / Barda” von Peter Michael Hamel Komponist Dror Feiler verfolgt einen anderen Ansatz: laut muss es sein, schockieren darf es, und musikalische Brutalität ist geplant. Der Kontrast seiner “Acousmatic Voices” zum vorangehenden ”Zwischen Zwei” konnte kaum größer sein. Mit einem lauten Beckenschlag begann dieses musikalische Fegefeuer - ein irrer, sich sukzessive steigernder musikalischer Lärm, der ekstatisch die Hörer in den Bann zog.

Komponist Chris Brown hatte bei „Invention no 7” an einen Baum gedacht: so vertrackt, wie sich Äste verzweigen., so komplex stellten sich die polyrhythmischen Strukturen des Werkes dar. Gesam-pelte Rhythmen aus Afrika, ein hämmernder Flügel (Jennifer Hymer) und viel virtuose Percussion (Stephan Froleyks) formten schnell ein bizarres rhythmisches Geflecht, vital und abwechslungsreich. DJ Claus van Bebber, ein Meister des virtuosen Scratchings fügte zauberhafte Sounds von den Plattentellern dazu und die Live-Elektronik belebte den tollen Hexentanz.

Mit hebräischlen Bibeltexten in Hanna Kulentys “Asjaawaa” sang Annette Kleine eindringlich vom schweren Los Hiobs. Vom Münsteraner Erhart Hirt, stammte die Komposition “Lauter”, in der Version für WireWorks. In der Tat wurde es lauter und lauter, wobei die Instrumente diese dynamische Steigerung auf drei Ebenen (Rhythmus, Klänge und Elektronik) ausführten. Am Ende gab es sehr viel Beifall für Neue Musik.

Heike Eickhof Westfälische Nachrichten 19.01.04


Der geglückte Versuch, auf diese Weise mehr Publikum anzuziehen, ist in einer Stadt wie Münster, in der sehr wenig neue Musik zu hören ist, durchaus legitim, zumal Reinbert Evers keine Abstriche bei der Programmgestaltung machte. Neben Knaifel, Kantscheli und Pärt stellte er Stücke mit maschinell Komponiertem ins Programm, live-elektronische Musik von Ludger Brümmer, Johannes Goebel und Jonathan Harvey. Diese Werke waren dann dem Begriff “Maschine” zuzuordnen, wie auch der Kompositionsauftrag an den US-amerikanischen Komponisten Alvin Curran. Er präsentierte das monumentale Stück “Under the Fig Tree”, eine vielschichtige Collage aus Zitaten, elektronisch manipulierten Klängen und plakativ gesetzten instrumentalen Abschnitten. Alvin Currans Stück wurde vom Ensemble WireWorks mit so renommierten Musikern wie Carin Levine oder Stephan Froleyks uraufgeführt.

Hanno Erler

Musiktexte 86/87


High Voltage Experiment Makes One Curious “Wire” is English and means conducting wire–or steel wire, and with the prefix “live” it also means high-voltage wire. What is therefore the meaning of the “wire works”, whose sounds tickled the ears on Thursday in the New Music series at Cuba? Each of the five compositions had power cables as a fundamental since the concert was all about “Music for Keyboards and Interactive Computer Technology.”

Even “Studie II” was included, a real “Oldie” by Karlheinz Stockhausen, brought to the world in 1954. Georg Hajdu and four helpers realized the piece so that it could be read “live” before an audience by a modern personal computer and transmitted to a sampler. Admidst a mass of cables and a lot of hard and software, sat an accurately controlling Georg Hajdu.

In “Partch Harp” by Manfred Stahnke there were micro intervals overcoming the “well”-tempered tuning: Jennifer Hymer's keyboard created friction with Christiane Steffens' harp, both instruments were [deliberately] mistuned to one another. What came of this is distinctly reminiscent of the exciting experiments that Charles Ives made 80 years ago with his “Quarter Tone Pieces.”

This thing [“Partch Harp”] smacked a little like minimalism whereas the Intermezzo from the opera “Der Sprung,” which Hajdu just finished, exhibited explosive effects. Penetrating glissandi stayed foremost in one's memory. It was about the murder of two scholars of Jewish studies in 1984, as the composer later revealed-and made (in this case: “live wire” equaling “high-voltage”) one curious about the entire opera.

There was also voice on this evening's program under the title “Multitudinous Verses”: a musical setting of poems by Belinda Reynolds, an American composer born in 1967. In comparison these verses sung exquitisetely by Annette Kleine's made an almost “romantic” impression, with long phrases and great expression–enriched by electronics.

This encounter in Cuba was enlightening and took place in a film studio that barely contained the audience. This should be an encouragement for further high-voltage experiments.

Westfälische Nachrichten

October 26, 1996


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